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ORIGINALIE
kontextabhängig prohypertensive, pro
inflammatorische und profibrotische
Mechanismen verstärken . Zudem mo
dulieren sie das ReninAngiotensin
System (RAS), die sympathische Akti
vierung und die Natriumrückresorption
und tragen so zu geschlechtsspezifi
schen hämodynamischen Belastungs
mustern bei [17, 18] .
Im Kontext der Hypertonie zeigt sich
eine geschlechtsspezifisch unterschied
liche Aktivierung des ReninAngioten
sinSystems (RAS): Während bei Män
nern die ACE/AngiotensinII/AT₁Rezep
torAchse mit vasokonstriktorischen,
proinflammatorischen und profibroti
schen Effekten dominiert, ist bei Frauen
verstärkt die ACE2/Angiotensin(1–7)/
MasAchse aktiv, die vasodilatatorisch
und protektiv wirkt . Zusätzlich ist die Abb . 1: Charakteristika kardiometabolischer Erkrankungen bei Frauen und Männern .
a . Schematische Darstellung der HFpEF – Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion
Expression des AT₂Rezep tors bei Frau b . Schematische Darstellung der HFrEF – Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion
en höher, wodurch antihypertrophe, c . Nichtobstruktive KHK – koronare Herzkrankheit
d . Obstruktive KHK – koronare Herzkrankheit
antifibrotische und vasodilatatorische
Signalwege weiter begünstigt werden . oxidativen Stress [19, 20] . Männliche lichem Gewebe wirken Östrogene die
Östrogene fördern die ACE2Expres Herzen zeigen dagegen eine stärkere sen Prozessen entgegen . Estradiol re
sion, hemmen AT₁ver mit telte Signal Herunterregulation energie und lipid guliert die Kollagensynthese in kardia
wege und modulieren zugleich die AT₂ stoffwechselrelevanter Gene . Zusätz len Fibroblasten geschlechtsspezifisch:
Rezeptoraktivität, sodass Gefäßtonus, lich wird bei weiblichen Herzen unter In weiblichen Zellen wird sie gehemmt,
Entzündungsprozesse und strukturel Druckbelastung eine peroxisomenab in männlichen stimuliert . Diese Effekte
les Remodeling geschlechtsspezifisch hängige Fettsäureoxidation aktiviert, beruhen unter anderem auf unter
reguliert werden [17, 18] . die zur Stabilisierung der Energiever schiedlicher Phosphorylierung von ERα
sorgung beiträgt [21, 22] . Der LDLRe und ERβ sowie einer sexuell dimorphen
Mitochondriale Funktion und zeptorRegulator MYLIP wird nach Est Bindung an Kollagenpromotoren . Auch
kardialer Energiestoffwechsel radiolexposition selektiv im männli microRNAabhängige Mechanismen
Auf kardialer Ebene zeigen sich deutli chen Myokard induziert und ist mit sind beteiligt und beeinflussen mito
che Unterschiede in mitochondrialer verminderter Kontraktilität assoziiert, chondriale Funktionen und hypertro
Funktion und Energiestoffwechsel . was auf eine Verknüpfung von Lipid phes Remodeling . Insgesamt begünsti
Weibliche Herzen erhalten unter Druck stoffwechsel und kardialer Funktion gen diese Prozesse bei Frauen eher
belastung oder Ischämie die mitochon hinweist [23, 24] . diastolische Dysfunktion (HFpEF), wäh
driale Atmung besser aufrecht, beglei rend bei Männern systolische Funkti
tet von erhöhter Expression von At Fibrotisches Remodeling und onsstörungen (HFrEF) überwiegen [25] .
mungskettenproteinen, Citratzyklusen strukturelle Anpassung
zymen und antioxidativen Systemen Diese metabolischen Unterschiede ge Inflammation als
[17, 18] . Östrogenrezeptoren können hen in unterschiedliche Formen des integrativer Mechanismus
direkt an mitochondriale DNA binden kardialen Remodelings über . Männli Ein zentraler, verbindender Mechanis
und die Expression mitochondrienko ches Myokard aktiviert unter Druck mus geschlechtsspezifischer Unter
dierter Gene regulieren; zugleich stei belastung stärker profibrotische und schiede ist die Inflammation . Die soge
gern Östrogene die Aktivität von Gluta RASabhängige Signalwege, was zu nannte Metaflammation beschreibt
thionperoxidase und mitochondrialer vermehrter Kollageneinlagerung und einen chronisch niedriggradigen Ent
Superoxiddismutase und begrenzen so struktureller Versteifung führt . In weib zündungszustand, der früh durch kalo
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