Page 28 - Ärzteblatt Sachsen, Februar-Ausgabe 2024
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PERSONALIA
Dr. med. Eckehard Hütter
erhält Ehrenmedaille
Dr. med. Eckehard Hütter erhielt an - und Beratungsgespräche über HIV/Aids
lässlich des Welt-Aids-Tages 2023 eine und Sexuell übertragbare Infektionen
Ehrenmedaille für sein herausragendes (STI) durch und unterstützen HIV-posi-
Engagement im Kampf gegen HIV und tive Menschen.
Aids. Petra Köpping, Staatsministerin Vorbehaltlich der endgültigen Ergeb-
für Soziales und Gesellschaftlichen Zu - nisse der HIV-Schätzung liegt die ge -
sammenhalt, würdigte seine Leistun- schätzte Gesamtzahl der in Deutsch-
gen im Beisein von Vorstandsmitglie- land im Jahr 2022 erfolgten HIV-Neu-
dern des Aids-Hilfe Dresden e. V. infektionen laut Robert Koch-Institut
(RKI) bei 1.900 Infektionen. Davon sind © SLÄK
Neben seiner hauptberuflichen Tätig- etwa 1.000 (53 Prozent) Männer, die Petra Köpping überreicht Dr. med. Eckehard Hütter
keit als Unfallchirurg engagierte sich Dr. Sex mit Männern haben (MSM). Etwa die AIDS-Ehrenmedaille des Sächsischen
Hütter von Anfang an bei der Aids-Hilfe 520 Personen (27 Prozent) haben sich Staatsministeriums für Soziales und
Gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Dresden e. V. und bereicherte entschei- auf heterosexuellem Weg in Deutsch-
dend das ehrenamtliche Beratungsan- land infiziert, davon 310 Frauen (16
gebot für Hilfesuchende. Prozent) und 210 Männer (11 Prozent). sen wurden 2022 148 HIV-Neudiagno-
Der Verein ist seit 1990 im Bereich Ge - Darüber hinaus haben sich etwa 370 sen festgestellt.
sundheits- und Wohlfahrtwesen aktiv. (19 Prozent) Menschen beim intravenö- Kristina Bischoff M.A.
Die Mitarbeiter führen Aufklärungs- sen Drogengebrauch infiziert. In Sach - Redaktionsassistentin „Ärzteblatt Sachsen“
Dr. med. Klaus Schiller mit
Bundesverdienstorden geehrt
Der Sächsische Ministerpräsident, Mitbegründer des Vereins Vision for
Michael Kretschmer, überreichte im Puma e. V. Ziel des Vereins ist es, die
Januar 2024 stellvertretend für den augenmedizinische Versorgung in einer
Bundespräsidenten den Verdienstor- der ärmsten Regionen Tansanias zu
den der Bundesrepublik Deutschenland verbessern. Über viele Jahre leitete er
an insgesamt 17 Bürgerinnen und Bür- den Verein und war selbst bis 2012
ger. Unter anderem wurde auch Dr. Hauptverantwortlicher für die Planung
med. Klaus Schiller geehrt. Dr. Schiller von Hilfseinsätzen. Gemeinsam mit
war bis 2002 Chefarzt der Augenklinik seinem ehrenamtlichen Team und ein-
am Rudolf Virchow Klinikum Glauchau heimischem Personal behandelte er
und engagierte sich sehr für die Fach- eine Vielzahl von Patientinnen und
arzt-Weiterbildung junger Kollegen. Patienten und führte mehrere hundert
Operationen durch. 2017 wurde auch
Nach seinem Eintritt in den Ruhestand dank seiner Unterstützung eine Augen-
leitete er im Auftrag verschiedener ambulanz für die Missionsstation in
Organisationen zwischen 2009 und der Region Puma in Tansania fertigge- © SLÄK
2013 zahlreiche Hilfseinsätze unter stellt.
anderem in China, Ägypten, Uganda Kristina Bischoff M.A. Michael Kretschmer überreichte an Dr. med.
Klaus Schiller, Augenarzt aus Glauchau,
und Tansania – und war 2010 einer der Redaktionsassistentin „Ärzteblatt Sachsen“ den Bundesverdienstorden.
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