Page 12 - Ärzteblatt Sachsen, Februar-Ausgabe 2024
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WEITERBILDUNG
dung, kein koordiniertes Fehlermana ge- Aktuelle Weiterbildung zur Fachärztin/zum Facharzt für
ment sind nur einige Gründe, an denen
dann konkret gearbeitet werden kann.
Leider liegt der Rücklauf inzwischen
nur bei circa 30 Prozent, was wir darauf
zurückführen, dass einige Weiterbil-
dungsabschnitte nach der Facharzt-
prüfung teilweise lange zurückliegen
und daher nicht bewertet werden. Auch
scheint es doch Sorgen über die Anony-
mität zu geben, was auch einige Kolle-
ginnen und Kollegen von einer Rück-
sendung des Bogens abhalten dürfte. Grafik 1: Rückmeldungen zur aktuellen Weiterbildungsrichtung
Hinzu kommt der etwas altmodische
Weg über händisch auszufüllende Bö -
gen, der für die zunehmend digitale Erwartungsgemäß waren knapp 45 Teilzeit zwischen 50 Prozent und 75
Generation anachronistisch anmutet. Prozent der Befragten zwischen 30 Prozent. 26 Prozent arbeiten in Teilzeit
und 34 Jahre alt, mit 67 Prozent waren zwischen 75 Prozent und 99 Prozent
Aktuelles die Frauen deutlich in der Überzahl. und über 66 Prozent arbeiten in Voll-
Im März 2023 wurde daher, gemeinsam zeit.
mit sechs weiteren Ärztekammern, Die meisten Rückmeldungen kamen aus
eine Onlinebefragung initiiert. In dieser den Fächern Allgemeinmedizin, Innere Im Anteil der Bewertungen aus dem
Stichtagserhebung war der Fragebogen Medizin, Anästhesie, Kinder- und Ju - stationären Bereich spiegelte sich mit
etwas kürzer, konnte aber nur den Kol- gend medizin und Frauenheilkunde und 67 Prozent die Weiterbildungsrealität
leginnen und Kollegen übermittelt wer- Geburtshilfe (siehe Grafik 1). sehr gut wieder, wobei wir uns sehr
den, von denen der Ärztekammer eine über fast 24 Prozent Rückmeldungen
E-Mail-Adresse vorlag. Kontaktiert Nur etwas über 6 Prozent der Kollegin- aus dem ambulanten Bereich gefreut
wur den alle circa 2.500 Ärztinnen und nen und Kollegen arbeiten übrigens in haben.
Ärzte unter 50 Jahren, die noch keinen
Facharzt hatten. Darüber hinaus konn-
te man sich auch noch nach Start der Konnte die Weiterbildung bisher innerhalb des im
Befragung bei der Ärztekammer mel- Weiterbildungsprogramms vorgesehenen/mit Ihrer
den und seine E-Mail-Adresse nach- Weiterbildungsbefugten/Ihrem Weiterbildungsbefugten
melden. Eine Mehrfacherfassung wur- besprochenen Zeitrahmens durchlaufen werden?
de technisch ausgeschlossen.
Leider lag der Rücklauf trotz insgesamt
zweimaliger Erinnerung nur bei 16 Pro-
zent, womit wir allerdings unter den
beteiligten Kammern sehr gut lagen. Es
war natürlich nicht möglich, einzelne
Weiterbildungsbefugte zu bewerten, da
selten mehr als ein Bogen pro Befug-
tem zurückkam. Die Ärztekammer
kann also nur Rückschlüsse auf die
Weiterbildung in Sachsen an sich und
auf einige wenige Fachgebiete treffen,
bei denen eine ausreichende Zahl von
Bewertungen vorliegt. Grafik 2: Rückmeldungen zur zeitlichen Planung der Weiterbildung
12 Ärzteblatt Sachsen 2|2024

